Wir Über uns

Wer sind wir?

Wir sind ein Zusammenschluss aktiver und ehemaliger Offiziere und Unteroffiziere der Panzergrenadiertruppe der Bundeswehr, der sich seiner Truppengattung eng verbunden fühlt und bereit ist,  Wesen und Auftrag  der Truppengattung in der Öffentlichkeit und in ausgewählten gesellschaftlichen Bereichen zu verdeutlichen und  ihre Weiterentwicklung nach Kräften  zu unterstützen.

Der Freundeskreis der Panzergrenadiertruppe ist gemessen an der Geschichte der Bundeswehr und im Vergleich zu den Freundeskreisen anderer Truppengattungen sehr jung. Die Gründungsversammlung, zu der der damalige Kommandeur der Panzertruppenschule, Brigadegeneral Wolfgang Beltermann, eingeladen hatte, fand erst am 18. März 1996 statt. Diese „späte Geburt“ ist Folge der Geschichte unserer Truppengattung. Die ersten vier Jahrzehnte des Bestehens der Bundeswehr gehörte die Panzergrenadiertruppe nämlich zur Infanterie. Abgesehen von den Jahren 1956 – 58, als es Panzergrenadierbataillone nur in den damals vorhandenen zwei Panzerdivisionen gab, stellten die Panzergrenadiere auch stets den größten Anteil der  präsenten Infanterie.

Nach Herauslösung aus dem Verbund der Infanterie im Jahr 1995, dem äußeren Anstoß zur Gründung des Freundeskreises, bilden die Panzergrenadiertruppe und die  Panzertruppe die Panzertruppen der Bundeswehr.

„Gründungspräsident“ des Freundeskreises war Generalleutnant Lothar Domröse. Danach führten General  a. D. Helge Hansen von 1996 bis 2001 und Generalleutnant a. D. Karsten Oltmanns von 2001 bis 2007 als Vorsitzende den Freundeskreis. Amtierender Vorsitzender ist der Amtschef des Heeresamtes, Generalmajor Wolf-Joachim Clauß.  

Was wollen wir?

Neben der eingangs beschriebenen grundsätzlichen Aufgabe möchte der Freundeskreis vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Truppengattung stärken und Brückenfunktion zwischen den Generationen sein. Dazu dient in erster Linie unsere Zeitschrift „Der Panzergrenadier“, die seit Dezember 1996 regelmäßig halbjährlich erscheint. Neben den verteidigungspolitischen oder der Weiterentwicklung des Heeres oder der Truppengattung gewidmeten Artikeln kommt den Berichten der Bataillone zentrale Bedeutung zu. Hier lernen vor allem die Älteren, die Ehemaligen, die Belastungen und Probleme ihrer Nachfolger kennen.

Auch zu den Bundeswehr-Universitäten wird Verbindung gehalten und die jungen Offizieranwärter werden vor dem Studium über den Freundeskreis und seine Ziele informiert.

Von Anfang an war der Freundeskreis bestrebt, seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit vielfältige Informationen über verteidigungspolitische, taktisch operative und technische Probleme sowie die Weiterentwicklung der Panzergrenadiertruppe zu vermitteln. Neben unserer Zeitschrift kommt hierbei den jährlichen Symposien, die gemeinsam mit dem „Freundeskreis der Offiziere der Panzertruppe“ am Ausbildungszentrum Munster, der Alma Mater der Panzertruppen, durchgeführt werden, eine besondere Bedeutung zu. Bei den Themen dieser Veranstaltungen geht es bewusst häufig weit über die Belange der Panzertruppen hinaus in operativ/strategische Bereiche oder zu sicherheitspolitischen Fragen, die Deutschland, die Europäische Union oder die NATO insgesamt betreffen.

 

Unser Arbeitskreis Geschichte

Besonders engagiert und erfolgreich arbeitet von Beginn 1996 an der Arbeitskreis Geschichte des Freundeskreises unter Leitung von  Oberstleutnant a. D. Klaus Christian Richter. Regelmäßig veröffentlicht er in der Rubrik "Aus der Geschichte" in unserer Zeitschrift interessante Beiträge.

Hervorzuheben ist jedoch das Werk Panzergrenadiere, eine Truppengattung im Spiegel ihrer Geschichte“,  das eine Autorengruppe unter Richters Leitung erarbeitete. Im August 2004 erschien die 1. Auflage, ihr folgte inzwischen die 2.. Geschildert wird in diesem umfangreichen Buch die Geschichte der Panzergrenadiertruppe von ihren Anfängen in der deutschen Wehrmacht, ihrer Bewährung im Kriege und ihres Unterganges mit der Wehrmacht, ihres Aufwachsens  zur größten Truppengattung der Infanterie in der Bundeswehr mit dem Höhepunkt in der Heeresstruktur 4 in den achtziger Jahren. Damals gab es 64 Panzergrenadierbataillone, davon 15 gemischte (Einser)Bataillone und zusätzlich 17 Panzergrenadierkompanien in den gemischten (Einser)Bataillonen der Panzerbrigaden. Auch die Entwicklung nach der Wiedervereinigung bis zum Erlass der heute noch gültigen „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ vom 21. Mai 2003, in deren Folge es heute nur noch  acht Panzergrenadierbataillone gibt, ist Gegenstand der Darstellung.