Schützenpanzer PUMA - Überlegungen zum Einsatz des neuen Schützenpanzers

(vgl. Sachstandsbericht "Die Panzergrenadiertruppe 2004" im Heft 15/2004)

Die Panzergrenadiertruppe wird sich, wie das gesamte Heer, in Zukunft noch mehr auf Einsätze zur Konfliktverhütung, zur Krisenbewältigung und auf den Kampf gegen den internationalen Terrorismus ausrichten. Untersucht man mögliche Inhalte dieser Einsätze, erkennt man, dass sich diese inhaltlich von der Friedensstabilisierung, mit vorwiegend polizeilichem Charakter, bis hin zum Gefecht der Verbundenen Waffen erstrecken können. Wenngleich man davon ausgehen kann, dass die wahrscheinliche Intensität (bezogen auf das Heer) möglicher Gefechtshandlungen geringer sein wird, als bei einem sogenannten "trinitarischen Krieg" , kann für einzelne eingesetzte Einheiten und Verbände auch ein  so genannter Low Intensity Conflict  durchaus höchst intensive Ausmaße annehmen. Das bedeutet, dass auch in Zukunft nur modernst ausgestattete Truppen in den zu erwartenden Szenaren bestehen können, da diese nicht weniger gefährlich sein werden, als die der Vergangenheit. Gleichgültig welcher Kräftekategorie die zukünftigen Panzergrenadierverbände zugeordnet sind, sie werden gegen vielfältige Bedrohungen bestehen müssen.  Die gepKpfTr der Zukunft werden gegen symmetrische, wie asymmetrische Gegner kämpfen und das oft in einem dicht besiedeltem Umfeld, das herkömmliche Einsatzgrundsätze für gepKpfTr bisweilen nur noch bedingt zur Geltung kommen lassen wird. Einheiten, die zur  Raumüberwachung eingesetzt werden, werden oft nur isoliert und weitgehend auf sich gestellt operieren. Szenare, die die Fähigkeiten verlangen, im Three Block War  zu bestehen, werden nicht die Ausnahme sein. Die mechanisierten Eingreifkräfte sollen auch in Zukunft zu einer raumgreifenden, beweglichen Gefechtsführung mit hoher Stoß- und Durchsetzungskraft befähigt sein, während die Stabilisierungskräfte vorrangig Operationen niedriger bis mittlerer Intensität im breiten Spektrum friedensstabilisierender Maßnahmen durchführen sollen. Das operative Wechselspiel zwischen den Kräftekategorien lässt dabei zahlreiche Möglichkeiten des Zusammenwirkens zwischen Eingreifkräften und Stabilisierungskräften zu.  

Für alle denkbaren Einsatzszenare ist eine Modernisierung der Panzergrenadiertruppe geboten. Dies geschieht ab 2008 durch die Einführung des erweiterten Systems "Infanterist der Zukunft" und ab 2009 mit Einführung des Schützenpanzers PUMA. Darüber hinaus werden neue Ausbildungsinhalte zu vermitteln und neue Kampfweisen zu entwickeln sein.

Im Folgenden sollen einzelne Aspekte des SPz PUMA und ihre möglichen Auswirkungen auf die Einsatzgrundsätze der Truppengattung erläutert werden.

  

1. Führungsfähigkeit

Der SPz PUMA wird mit Serienanlauf vorerst mit konventionellen Funkgeräten ausgestattet sein.

In Verbindung mit der anfangs vorgesehenen Führungsausstattung (vergleichbar FENNEK)  ist, im Vorgriff auf die geplante Einführung von IFIS und FüInfoSys H, bereits ein schneller Datenaustausch zwischen Teileinheiten und Fahrzeugen möglich. Dieser beschleunigt den Führungsprozess bis zur Verbandsebene wesentlich. Das volle Leistungsvermögen der neuen Führungsinformationssysteme  wird voraussichtlich erst mit der Einführung einer neuen Funkgerätegeneration zu erzielen sein. Zusammen mit der Fahrzeugnavigationsanlage befähigt diese Führungsausstattung die Besatzung, das Fahrzeug im Einsatz auch unter Panzerschutz zu führen. Die Kommunikationskonfiguration des Fahrzeuges ist dabei so ausgelegt, dass die Anbindung des Schützentrupps auf- und abgesessen sichergestellt ist.

Das bedeutet nicht nur, dass das System IdZ  an das Fahrzeug und die Teileinheit angebunden ist, sondern dass der Kommandant des Fahrzeuges wichtige Sichten aus der Turmsensorik auf zwei Displays im hinteren Kampfraum einspielen kann. Befehle an den Schützentrupp können somit an Bord, mit Bezug  zur Außenwelt, gegeben werden.

Die Führungsfahrzeuge auf Zug- bis Bataillonsebene werden mit der Einführung IFIS (Integriertes Führungs-/Informationssystem) über eine zweite Führungsausstattung im hinteren Kampfraum verfügen. Damit können die entsprechenden taktischen Führer auch vom Heck des Fahrzeuges aus führen.

Die Fahrzeuge der Kompanie- und Batallionsebene werden zusätzlich über ein HF-Funkgerät verfügen. Abgesetzt eingesetzte Kompanien können so, auch über größere Entfernungen, Verbindung zur übergeordneten Führung halten.

 

2. Nachrichtengewinnung und Aufklärung

Durch die Integration des FüInfoSys  können Aufklärungsergebnisse verschiedenster Ebenen fast verzugslos an untergeordnete Führungsebenen weitergegeben werden. Trotzdem bleibt die Gefechtsfeldbeobachtung die vorrangige Methode der Panzergrenadiertruppe, um eigene Aufklärungsergebnisse zu gewinnen. Die dazu erforderliche Sensorik des Fahrzeuges besteht aus verschiedenen Elementen. Für den vorderen Kampfraum sind dabei mehrere unterschiedliche Sichtsysteme vorgesehen.

Der Kraftfahrer verfügt über Winkelspiegel, die er bei Nacht durch ein Bildverstärkergerät ergänzen kann.

Der Truppführer Waffensystem (ehemals Richtschütze genannt) verfügt über Winkelspiegel sowie als Hauptbeobachtungsmittel einen turmfest angeordneten, stabilisierten optronischen Tag-/ Nacht-Zielsensor (WAO), mit dem er bei Tag und Nacht in verschiedenen Vergrößerungen unabhängig vom Kommandanten beobachten kann.

Der Gruppenführer verfügt über einen stabilisierten turmunabhängigen Tag-/ Nachtsicht-Rundblicksensor (PERI), angeordnet in der Drehachse des Turmes mit Rundum-Sichtmöglichkeit, der über Glasoptik und Optronik Beobachtungen in einem sehr variablen Vergrößerungsspektrum zulässt. Wie auch der Truppführer Waffensystem verfügt er ebenfalls über ein Wärmebildgerät. Seine Winkelspiegelsichten kann der Gruppenführer bei Nacht sektoral durch ein Bildverstärkergerät ergänzen. Damit verfügt er über eine 1:1-Sicht, die ihm in allen Lagen, vor allem aber auch beim Einsatz in urbanem Umfeld, einen großen Beobachtungsbereich verschafft.

Der Schützentrupp verfügt über eine Mischung aus Winkelspiegelsichten und optronischen Sichten (Kameras). Mit Winkelspiegeln können zwei Soldaten die hinteren ca. 270 Grad des Fahrzeuges überwachen. Dies geschieht aufgrund der Sitzkonfiguration (Rücken zur Außenwand) über Kopf. In einem Winkelspiegel kann ein Bildverstärkergerät eingebaut werden, das die Beobachtungsbereiche des vorderen Kampfraums bei Nacht im hinteren Bereich ergänzt. Überlagert wird dieses Sichtsystem durch 5 Kameras, die sektoral (ca. 60 Grad horizontal und 45 Grad vertikal), die Winkelspiegelsichten mittels Monitorbeobachtung ergänzen. Durch diese Kameras, die auf eine Identifikationsreichweite von ca. 60 m ausgelegt sind, lässt sich der tote Raum um das Fahrzeug auf ca. 2 m begrenzen. Die Kameras können ebenfalls vom Kraftfahrer zur Beobachtung bzw. Rückwärtsfahrt genutzt werden.

Die Bedienstände von GrpFhr, TrpFhrWaSys und SchtzTrpFhr sind mit Tippvisieren zur schnellen Übertragung von Zielmeldungen ausgestattet.

Im Verlauf der noch andauernden Projektierungsphase ist eine weitere Anpassung einzelner Sichtsysteme für einen Einsatz in urbanem Umfeld beabsichtigt, um auch unter Panzerschutz oberhalb 45 Grad beobachten zu können.  

Als Fazit gilt es festzustellen, dass der SPz PUMA über eine wesentlich bessere Beobachtungs- und Aufklärungsqualität verfügt als herkömmliche Schützenpanzer. Seine Sensorik ist nicht nur auf eine Beobachtung über große Entfernungen hin optimiert, sondern sie lässt auch eine effektive Beobachtung im Nahbereich zu. Der Einsatz des Schützenpanzers in bebautem Umfeld  und in einer Umgebung mit zahlreichen Nichtkombattanten ist somit begünstigt.

Tote Räume sind minimiert. Die Einbindung des Schützentrupps in die aufgesessene Beobachtung bei Nacht, inklusive der Einbindung der Nachtsichtgeräte der Ausstattung IdZ, erhält eine vollkommen neue Qualität.

 

3. Wirksamkeit im Einsatz

 

Der Schützenpanzer PUMA ist mit einer 30 mm-Maschinenkanone ausgestattet. Diese wird, wie der gesamte Turm, von der Wanne aus ferngesteuert. Neben der MK verfügt der SPz über ein Koaxial-MG (MG 4, Kaliber 5,56), das voraussichtlich rechts der MK angebracht sein wird. Alle Waffensysteme und natürlich auch die zugehörigen Sichtsysteme sind stabilisiert. Dadurch ist eine Beobachtung und ein Waffeneinsatz auch während der Fahrt möglich.

Neu ist die APFSDS -Munition. Sie zeigt eine hohe Wirksamkeit gegen Ziele mit mittlerer Panzerung. Die ABM -Munition, die zukünftige Hauptmunitionssorte, erlaubt es, in Zukunft auch Flächenziele und Ziele hinter Deckungen zu bekämpfen. Mit ihr können auch schwer gepanzerte Fahrzeuge bis ca. 1500 m zum Missionsabbruch gezwungen werden (durch Zerstörung der Sensorik). Gegen Ziele in bebautem Gelände erreicht die ABM auch eine hohe Wirksamkeit bei Zielen hinter Mauerwerk, wenn die Tempierung deaktiviert  wird. Das Geschoss durchschlägt Betonwände und zerlegt dann hinter der Wand mit hoher Restwirkung.

Das MG 4 hat eine wirksame Kampfentfernung bis ca. 800 m. Das Kaliber 5,56 mm hat mit der neuen Hartkernmunition eine ähnliche Wirksamkeit wie die 7,62 mm-Weichkernmunition. Die neue Waffe ermöglicht es, einen hohen Munitionsvorrat an der Waffe verfügbar zu haben und bis zu 1000 Patronen ohne Rohr- und Verschlusswechsel zu verschießen.

Der Schützentrupp kann aus einer Schützenluke und zwei Positionen im Heckkampfstand des Fahrzeuges  Handwaffen zum Einsatz bringen. Diesen Kampf über die Bordwand gilt es jedoch im Verlauf der Projektierungsphase noch mit möglichen Einschränkungen der Turmbewegung zu harmonisieren.

 

 

Um eine Aufwuchsfähigkeit zur Erfüllung der Wirkforderungen gegen mittel und stark

gepanzerte Ziele auch auf größere Entfernungen zu erhalten, besteht die Forderung nach einer Systemauslegung, welche die Nachrüstbarkeit eines Panzerabwehrlenkraketensystems (Launcher mit 2 Raketen) aufweist. Aus technisch-wirtschaftlichen Erwägungen wird die Entscheidung über die Realisierung dieser Forderung jedoch erst mit der Realisierungsgenehmigung getroffen. Gleiches gilt für die Realisierung der geforderten turmunabhängigen Sekundärbewaffnung (Wirkbereich 0 – 50 m) zur Abwehr im Nahbereich des SPz.  

Der neue SPz verfügt über eine ausgesprochen wirksame Munition, die ihn, zusammen mit der Hunter–Killer-Fähigkeit , gegenüber allen modernen SPz voll duellfähig macht. Auch gegen KPz ist eine Missionsabbruch bis 1500 m zu erzwingen. Die ABM verschafft dem SPz eine hohe Durchsetzungsfähigkeit gerade auch in urbanem Umfeld und beim Kampf gegen asymmetrische Kräfte, weil sie eine hohe Wirksamkeit auch hinter Deckungen hat und ebenso eine hohe Erstschusstrefferwahrscheinlichkeit auf Flächenziele erwarten lässt.

 

 

4. Mobilität

Bezüglich  der Mobilität wird der SPz PUMA mit dem KPz LEOPARD 2 vergleichbar sein. Das neue abgekoppelte Laufwerk wird jedoch die Belastungen für die Besatzung durch Lärm und Erschütterung, deutlich reduzieren. Alle Besatzungsmitglieder werden, auch aus Minenschutzgründen, auf ihren Einzelsitzen angegurtet. Dadurch verbessert sich der Sitzkomfort wesentlich und die Verletzungsgefahr bei schnellen Geländefahrten reduziert sich deutlich.  

Der SPz PUMA ist watfähig bis zu 1,5 m Wassertiefe. Für das Tiefwaten sowie das Unterwasserfahren wird er mit dem Tauchschacht des LEOPARD 2 ausgerüstet, der zusammen mit den Schwimmwesten und Tauchrettern der Truppe zugeführt wird.

In allen Schutzstufen ist der neue Schützenpanzer auf der Eisenbahn verlade- und transportierbar. In der höchsten Schutzstufe, der Standardschutzstufe C, werden jedoch einige Panzerschutzmodule durch die Besatzung hochzuklappen sein, damit das Transitlademaß eingehalten werden kann.

Neu für einen Schützenpanzer ist die Luftverladbarkeit im neuen Transportflugzeug der Bundeswehr, dem Airbus A 400M. Darin wird der SPz PUMA in der Schutzstufe A transportiert. Die Besatzung und die Schutzmodule der Schutzstufe C werden für mehrere SPz zusammengefasst in einem weiteren Flugzeug transportiert, damit das Fahrzeug gleich nach der Anlandung durch die Besatzung und mit eigenen Mittel hochgerüstet werden kann. Durch diese Befähigung erhält die Truppengattung der Panzergrenadiere "Mittlere Fähigkeiten". Das bedeutet, sie ist in der Lage, die wesentlichen Eigenschaften schwerer Kräfte (Schutz, Durchsetzungsvermögen, Stoßkraft usw.) schnell in einen weit entfernten Einsatzraum zu projizieren. Dadurch können Kräfte mit hoher Wirksamkeit und Abschreckungswirkung, wie die Panzergrenadiertruppe, dazu beitragen, entstehende Konflikte rasch einzudämmen. Einsätze dieser Art werden vollkommen neue Anforderungen an die Truppengattung stellen, denn hier werden Panzergrenadiere nicht mit Kampfpanzern, sondern vorrangig mit Early Entry Kräften  verschiedenster Qualität und Nationalität zusammenwirken. Als Gegner  solcher Einsätze sind vorrangig irreguläre Kräfte oder Kräfte, die asymmetrische Kampfweisen wählen, zu erwarten. Gerade hierfür werden neue Einsatzgrundsätze  zu entwickeln sein.

 

5. Unterstützung und Durchhaltefähigkeit

Die logistischen Reichweiten des SPz PUMA entsprechen in etwa denen des SPz MARDER. Das Fahrzeug verfügt über eine ABC-Schutzbelüftungsanlage und eine Raumkühlanlage. Für die Besatzung wird ein Trinkwasservorrat von 60 Liter mitgeführt. Die Schnellbergung des SPz PUMA z.B. durch den Bergpanzer BÜFFEL wird durch entsprechende Vorrichtungen möglich sein.

 

 

6. Überlebensfähigkeit und Schutz

Der Schützenpanzer PUMA ist in der Standardschutzstufe C hervorragend geschützt. Gerade in den zu erwartenden Szenaren, wie Einsatz in urbanem Umfeld und beim Kampf gegen irreguläre Kräfte werden die eigenen Truppen oft erst aus der Nachhand agieren können. Das heißt, der Gegner hat in der Regel die Chance für den ersten Schuss.

Für den neuen Schützenpanzer bedeutet dies, Schutz ist einer der wesentlichen, systembestimmenden Aspekte. Ein durchsetzungsfähiges Gefechtsfahrzeug der Zukunft muss somit gegen Panzerfäuste und großkalibrige Scharfschützenwaffen (bis 25 mm) weitgehend unangreifbar sein und natürlich auch über den erforderlichen Minenschutz verfügen. Hier gilt es, einen hervorragenden passiven Schutz des Fahrzeuges mit abstandsaktiven Schutzsystemen  zu kombinieren. Modernste abstandsaktive Schutzsysteme (hardkill) können Schutz vor

o        Panzerfäusten

o        Panzerabwehrlenkraketen und

o        KE-Penetratoren bieten.

Sie können dies jedoch nur in Verbindung mit einer starken Panzerung, da jedes abgefangene Geschoss/Flugkörper noch erhebliche Residualeffekte auf das Fahrzeug ausübt. Zudem können abstandsaktive Systeme leicht gesättigt (durch PzAbw-Hunter-Killer-Teams  oder Maschinenwaffen) werden. Zu untersuchen sind auch die Auswirkungen der Abfangsysteme auf die im Nahbereich eingesetzten Schützentrupps bzw. auf in der Nähe befindliche Zivilpersonen. Eventuell wird man temporär Sektoren von abstandsaktiven Schutz ausklammern müssen .

Einen weiteren Schutzfaktor bietet der unbesetzte, ferngesteuerte Turm. Die im Gefecht relativ häufigen Turmtreffer können beim SPz PUMA zwar zum Ausfall des Turmes führen, jedoch den Besatzungsraum weitgehend unberührt lassen. Die in der Vergangenheit hohe Exponierung der Turmbesatzung in Gefechtsfahrzeugen entfällt somit.

Der SPz PUMA wird in der Version C über eine hervorragende, bedrohungsgerechte Panzerung verfügen. Diese wird ergänzt werden durch ein abstandsaktives System, welches qualitativ im Moment noch nicht festgelegt ist. Die taktische Einsetzbarkeit, auch für neue Szenare erhöht sich durch dieses System wesentlich. Gerade auch gegen asymmetrischen Feind und einen Einsatz in urbanem Umfeld ist der SPz PUMA vor allem aufgrund seiner Schutzkonfiguration besonders geeignet.

 

 

Zusammenfassung

Der neue Schützenpanzer PUMA wird der Panzergrenadiertruppe aufgrund zahlreicher innovativer Eigenschaften neue Qualitäten verleihen. Sie wird noch flexibler einsetzbar werden und gerade im neuen Aufgabenspektrum der Bundeswehr eine hohe Wirksamkeit erzielen können. Die neuen "Mittleren Fähigkeiten" erlauben es, Panzergrenadiere schnell in mögliche Brennpunkte zu verlegen. Dabei bietet der SPz PUMA der Besatzung aufgrund seiner Schutzkonfiguration den derzeit technologisch maximalen Schutz. In diesem Bereich geht die Bundeswehr einen anderen Weg, als die Armeen anderer Nationen, die z.B. mit FRES (Future Rapid Effects System) oder FCS (Future Combat System) andere Konzepte verfolgen. Deren Schutzqualitäten bezogen auf die Einzelfahrzeuge werden anderen Kriterien unterliegen. Sie sind getragen von Schutzwirkungen, die vom Gesamtsystem ausgehen sollen sowie der Hoffnung auf neue Technologien. Im Vergleich zu den Modellen unserer alliierten Partner sind die Lösungsansätze des SPz PUMA am risikoärmsten, denn sie verbinden konventionelle Panzerung mit aktiven Schutztechnologien. Verglichen mit der Schutzstufe A werden beim SPz PUMA in der Schutzstufe C allein 9000 kg nur für Schutz aufgewandt. Sollten in Zukunft wirklich vollkommen neue Schutztechnologien umsetzbar sein, könnten diese beim SPz PUMA mir sehr viel Gewichtsspielraum realisiert werden.

 

 

 

www.freundeskreis-panzergrenadiere.de
Artikel: Schützenpanzer PUMA – Überlegungen zum Einsatz des neuen Schützenpanzers
Quelle: Der Panzergrenadier, Heft 15
Autor:  Oberstleutnant Wolfgang Stipaniz, Major Ralf Kausmann

 

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