Panzergrenadierbataillon 909

Kurzdarstellung des Verbandes mit Garnison

Im Juli 2008 wurde im Rahmen der Transformation des Heeres damit begonnen zwölf Ergänzungstruppenteile 2 (11x in Stärke Bataillon und 1x in Stärke Kompanie) sowie fünf Ergänzungstruppenteile 1 und 2 ZMZ (alle in Stärke Kompanie) aufzustellen. Gemäß den Vorgaben der „Verteidigungspolitischen Richtlinien 2003 (VPR 2003)“ und der „Konzeption für die Reservisten und Reservistinnen der Bundeswehr 2003 (KResBw 2003)“, sollen in den ErgTrT 1 und 2 vor allem heeresspezifische Fähigkeiten aufgebaut, erhalten und ergänzt werden, um

  • für den Fall einer möglichen Landesverteidigung die  Rekonstitutionsfähigkeit des Heeres zu gewährleisten,

  • bei länger andauernden Einsätzen, die Durchhaltefähigkeit der aktiven Verbände des Heeres am Heimatstandort und im Einsatzland zu steigern, sowie

  • im Falle von Naturkatastrophen oder bei besonders schweren Unglücksfällen, subsidiäre Hilfeleistungen und/ oder humanitäre Hilfsmaßnahmen im In- und Ausland erbringen zu können.

Als ErgTrT 2 ist das PzGrenBtl 909 eine offizielle Dienststelle der Bw. Im Einzelnen bedeutet dies:

  • In organisatorischer Hinsicht, gehören alle beim PzGrenBtl 909 beorderten Reservisten und Reservistinnen zum Militärischen Organisationsbereich der Bundeswehr (MilOrgBerBw) und dort zur Teilstreitkraft Heer (TSK H).

  • Zudem gehören alle beim PzGrenBtl 909 beorderten Reservisten und Reservistinnen zur Verwendungskategorie der Verstärkungs-reserve des Heeres und sind auf sog. Verstärkungsdienstposten (Vstkg-DP) eingeplant. 

Als ErgTrT 2 gehört das PzGrenBtl 909 zur PzGrenBrig 37 „Freistaat Sachsen“ in FRANKENBERG, die wiederum zur 13. PzGrenDiv in LEIPZIG gehört.
Der Gestellungsort des PzGrenBtl 909 ist die Erzgebirgskaserne in MARIENBERG (Sachsen). Der Standort (StO) MARIENBERG ist einer von fünf StO in der Bundesrepublik Deutschland, an denen die Bw ZMZ-Stützpunkte für die Zivil-Militärische-Zusammenarbeit einrichtet.
Nach den Vorgaben der VPR 2003 und der KResBw 2003, zeichnen sich die fünf ZMZ-StO des Heeres insbesondere dadurch aus, dass dort

  • neben einem aktiven Verband (in MARIENBERG das PzGrenBtl 371 „Marienberger Jäger“) - stets auch ein ErgTrT 1 oder 2 ZMZ (in MARIENBERG die PiKp 953, als ErgTrT 1 ZMZ) und ein ErgTrT 2 (in MARIENBERG das PzGrenBtl 909) stationiert ist, der

  • aufgrund seiner spezifischen Fähigkeiten jeweils in der Lage ist, neben der militärischen Hauptaufgabe in seiner Truppengattung, auch subsidiäre Aufgaben im Rahmen der Hilfeleistung im In- und Ausland wahrnehmen zu können.

Im Grundbetrieb sowie im Rahmen seiner Übungstätigkeiten steht das PzGrenBtl 909 in einem sog. „Couleurverhältnis“ zum PzGrenBtl 371 „Marienberger Jäger“, während das PzGrenBtl 909, in truppendienstlicher Hinsicht, der PzGrenBrig 37 „Freistaat Sachsen“ unterstellt ist.
Gemäß den organisatorischen Vorgaben für seine Aufstellung hat das PzGrenBtl 909 grundsätzlich den allgemeinen Auftrag:

  • die generelle Durchhaltefähigkeit der PzGrenTruppe des Heeres zu erhöhen;

  • und speziell die typischen Fähigkeiten im PzGrenBtl 371 zu verstärken;

  • wobei dem Kaderpersonal (KadPers) des PzGrenBtl 909, die Aufgabe zukommt, im Zusammenwirken mit dem PzGrenBtl 371, den personellen Aufwuchs sowie die Ausbildung des PzGrenBtl 909 sicherzustellen.

Das Aufgaben- und Auftragsspektrum des PzGrenBtl 909 umfasst grundsätzlich die Landes- und Bündnisverteidigung, Stabilisierungsoperationen und subsidiäre Hilfeleistungen im In- und Ausland, durch die Ablösung eines aktiven Bataillons oder seines Stabes - geschlossen oder in einzelnen Einheiten, Teileinheiten und/oder Stabsabteilungen einschließlich der Übernahme der erforderlichen Materialausstattung.
Im Juli 2009 wurde das soeben angesprochene Aufgaben- und Auftragsspektrum des PzGrenBtl 909, durch die „Weisung zur Erprobung der Ausbildung der ErgTrT Heer“ sowie die darauf aufbauenden „Befehle für die Erprobung der Ausbildung in den ErgTrT Heer“, dahingehend konkretisiert, dass der Schwerpunkt (SP) der wahrscheinlichen Aufträge des Bataillons, bis zum Ende der Erprobungsphase

  • bei subsidiären Einsätzen im Inland (wie z.B. bei Hilfeleistungen im Rahmen der Katastrophenhilfe oder bei Großveranstaltungen);

  • bei subsidiären allgemeinen Schutzaufgaben (wie z.B. bei der Unterstützung von Bündnispartnern und Governmental Organizations [GO]); sowie

  • beim subsidiären Zusammenwirken mit Wehrbereichs-kommandos (WBK) und Landeskommandos (LKdo) sowie ggf. Non-Governmental Organizations (NGO`s); liegt.

Bis zum Ende der Erprobungsphase, am 31.12.2012, bedeutet dies für das PzGrenBtl 909:

  • dass der Stab den Aufwuchs und die Einsatzbereitschaft der ihm unterstellten Einheiten für die Teilnahme an Einsätzen im Rahmen von subsidiären Hilfeleistungen im Inland zu gewährleisten hat;

  • und die Ausbildungs- und Übungsfähigkeit der ihm unterstellten Einheiten so sicherzustellen hat;

  • dass die 1./- bis 4./ PzGrenBtl 909 in der Lage sind, im Rahmen von TrÜb Form A, B und C, für alle Aufgaben auszubilden, die den Kompanien

  • im Rahmen von subsidiären Hilfeleistungen im Inland,

  •  im Zusammenwirken mit dem zugeordneten Verband, übertragen werden können.

Zur Erfüllung seiner Aufgaben und Aufträge besteht das PzGrenBtl 909 aus dem Stab, der 1./ PzGrenBtl 909 als Vers/UstgKp, sowie der 2./- bis 4./ PzGrenBtl 909. 

Das Wappen des Verbandes

 

Die obere diagonale Hälfte des Wappenschildes - und somit den Hintergrund des internen Verbandsabzeichens PzGrenBtl 909 - bilden die schwarz eingefärbten Elemente „Eisen und Schlägel“ auf silbernem Grund, welche den, in der Region der Bergstadt MARIENBERG ehemals ansässigen, Silberbergbau symbolisieren.

Als
Bestandteile des internen Verbandsabzeichens PzGrenBtl 909 versinnbildlichen die schwarz eingefärbten Elemente „Eisen und Schlägel“ auf silbernem Grund, zum einen die lokale Verbundenheit des PzGrenBtl 909 zu seinem Gestellungsort, der Bergstadt MARIENBERG, und weisen zudem auf das militärorganisatorische „Couleurverhältnis“ zwischen dem PzGrenBtl 909 und dem PzGrenBtl 371 „Marienberger Jäger“ hin, in dessen Wappenschild die Elemente „Eisen und Schlägel“ ebenfalls verwendet werden.

Die untere diagonale Hälfte des Wappenschi
ldes - und somit den Vordergrund des internen Verbandsabzeichens PzGrenBtl 909 - bildet die untere diagonale Hälfte des offiziellen Landeswappens des Freistaates Sachsen in den amtlich festgelegten Farben.

In seinem Original besteht das sächsische Wappen aus fünf schwarzen Balken auf goldenem Grund mit einem schräg darüber gelegten grünen Rautenkranz. Den schwarz-goldenen Schild führten seit Ende des 11. Jahrhunderts die askanischen Herzöge von Sachsen. Der Rautenkranz, ein Balken, der am oberen Rand mit vier stilisierten Blättern verziert ist, wurde hinzugefügt, um die sächsische Linie der Askanier von der anhaltinischen zu unterscheiden. Er wurde später als Ehrenkranz interpretiert. Das Wappen wurde von de
n Wettinern bis 1918 - und nach der Wiedervereinigung vom Freistaat Sachsen weitergeführt.

Als Bestandteil des internen Verbandsabzeichens
PzGrenBtl 909 symbolisiert die untere Hälfte des sächsischen Wappens zum einen die überregionale Verbundenheit des PzGrenBtl 909 zum Freistaat Sachsen und versinnbildlicht zum anderen die militärorganisatorische Zugehörigkeit des PzGrenBtl 909 zur PzGrenBrig 37 „Freistaat Sachsen“ sowie zur 13. PzGren-Div.

Die offizielle
Genehmigung zum Führen des vorstehend beschrieben, internen Verbandsabzeichens wurde dem PzGrenBtl 909, am 22. September 2010, durch den Kommandeur der 13. PzGrenDiv in LEIPZIG erteilt.

 

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Aufruf

Um das PzGrenBtl 909 personell weiter aufbauen und verstärken zu können, sind alle aktiven Soldaten und Soldatinnen der PzGrenTruppe, die in Kürze als BS, SaZ oder FWD aus der Bw ausscheiden, sowie alle Reservisten und Reservistinnen der PzGrenTruppe, die beim PzGrenBtl 909 eingeplant und beordert werden möchten, herzlich eingeladen, unter der


e-Mail Adresse:
pzgrenbtl909zentralerposteingang@bundeswehr.org
oder unter der Postanschrift:

PzGrenBtl 909
Erzgebirgskaserne
Zschopauer Str. 43
09 496 MARIENBERG

Verbindung mit dem KadPers PzGrenBtl 909 aufzunehmen.

Zurzeit benötigt das PzGrenBtl 909 insbesondere noch Feldwebeldienstgrade (u.a. FhrFmZg, FhrTrspGrp, FhrMatGrp, MatNwFw, PersFw, MilNWFw, KpTrpFhr, ZgFhr, GrpFhr, TrpFhr) und Mannschaften (u.a. MKF Kette, MKF Rad, MKF GGVS, RichtSchtz, ScharfSchtz G 22, PzAbwSold MILAN, PzGren).
Da das PzGrenBtl 909 eine Dienststelle der Bundeswehr ist, müssen Sie zum Zeitpunkt Ihrer Verbindungsaufnahme allerdings zumindest folgende drei Voraussetzungen erfüllen:

a.   
Sie müssen Inhaber der 1. ATN/ATB PzGrenFw oder PzGren sein,
b.
Sie müssen zudem über alle, für den von Ihnen angestrebten Dienstposten, erforderlichen ATN/ATB verfügen, und
c.
Sie müssen ungefähr dasselbe Alter haben, sowie dieselben körperlichen und sportlichen Leistungsdaten und Leistungspara-meter aufweisen und erbringen können, wie Soldaten und Soldatinnen, die in der aktiven PzGrenTruppe, den gleichen Dienstposten bekleiden.
Sollten Sie die vorgenannten drei Mindestvoraussetzungen erfüllen, würden wir uns über eine umgehende Verbindungsaufnahme, nebst aussagekräftiger Bewerbung sehr freuen

Kurzgeschichte des Verbandes mit Einsätzen
 (In-/Ausland)

 

2008

Beginn der Aufstellung PzGrenBtl 909 in MARIENBERG

01/2009

 KÜb Fü-, Fach- und FktPers  in MARIENBERG 

03/2009

Indienststellung in FRANKENBERG

06/2009

KÜb Fü-, Fach- und FktPers auf TRÜPL LEHNIN

11/2009 

KÜb Fü-, Fach- und FktPers auf TRÜPL LEHNIN

01/2010

KÜb Fü-, Fach- und FktPersin BERLIN

02/2010

KÜb Fü-, Fach- und FktPers auf TRÜPL LEHNIN

03/2010

Übergabe der Truppenfahne durch Kdr 13. PzGrenDiv in FRANKENBERG 

04/2010

KÜb Fü-, Fach- und FktPers auf TRÜPL LEHNIN

05/2010

Erste TrÜb Form A auf TRÜPL LEHNIN

08/2010 

KÜb mil-hist OWB/UWB an der OSH in DRESDEN und in FREIBERG

12/2010

KÜb Fü-, Fach- und FktPers in BERLIN

01/2011

KÜb Fü-, Fach- und FktPers / TrÜb Form C Phase I auf TrÜbPl LEHNIN

04/2011

KÜb Fü-, Fach- und FktPers / TrÜb Form C Phase II auf TrÜbPl LEHNIN

07/2011

KÜb Fü-, Fach- und FktPers / TrÜb Form C Phase III auf TrÜbPl LEHNIN

08/2011 

Zweite TrÜb Form A auf TRÜPL LEHNIN

11/2011

KÜb Fü-, Fach- und FktPers in BERLIN

Patenschaften des Verbandesd

z. Zt. keine

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

Sonstige Besonderheiten 

2009/2010  Teilnahme einzelner Soldaten PzGrenBtl 909 am ISAF Einsatz PzGrenBrig 37 und PzGrenBtl    371 in Afghanistan sowie personelle Unterstützung PzGrenBtl 371 im Grundbetrieb in MARIENBERG.
05/2010       Erste TrÜb Form A PzGrenBtl 909 mit Inspizierung durch HA Inspiz ResAusb/WÜbH
08/2011      Zweite TrÜb Form A PzGrenBtl 909 mit Dienstaufsichts-besuch durch BMVg StvInspH/BeaResAngelH und Inspizierung durch HA Inspiz ResAusb/WÜbH

Besonders erwähnenswerte Termine
der folgenden 12 Monate

02/2012 KÜb Fü-, Fach- und FktPers  in MARIENBERG
05/2012 KÜb Fü-, Fach- und FktPers  in FRANKENBERG
09/2012 KÜb Fü-, Fach- und FktPers in MARIENBERG oder an einem anderen Ort
10/2012

Unter FF PzGrenBrig 37 TrÜb Form C (SIRA) mit Tle PiBtl 903, Tle PzGrenBtl 909 und Tle  AufklBtl 910 am GefSimZ in WILDFLECKEN

11/2012 KÜb Fü-, Fach- und FktPers in BERLIN
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